Die ganze Welt in einem Buch

Wenn im Herbst die Tage wieder kürzer und die Abende länger und gemütlicher werden, steigt die Lust auf gute Literatur. Nicht zufällig fallen gleich mehrere besondere „Feiertage“ in den September, die damit unmittelbar zu tun haben: Der Lies-ein-Buch-Tag am 6. September, der Weltbildungstag am 8. September und der Internationale Lies-ein-E-Book-Tag am 18. September sind Zeichen dafür, welch große Rolle Lesen in den kühleren Monaten spielt. Dabei geht es natürlich nicht darum, an einem Tag einen ganzen Wälzer zu schaffen. Vielmehr soll er einen Anstoß dazu geben, sich mal wieder in eine spannende Geschichte zu vertiefen oder den Horizont lesend zu erweitern.

Was passiert im Gehirn beim Lesen?

Nicht nur wir Leser sind fasziniert von schwarzen Buchstaben auf weißem Papier – oder in einem E-Book-Reader – sondern auch die Wissenschaft. Denn die ersten Schriftsysteme haben sich – Stand heute – erst vor weniger als 6000 Jahren entwickelt. Das ist, gemessen an der menschlichen Evolution, eine vergleichsweise kurze Zeit. Eine der wichtigsten Frage für Wissenschaftler lautet daher: Wie kann das menschliche Gehirn trotzdem diese komplexe Aufgabe bewältigen? Denn es muss beim Lesen zahlreiche Wahrnehmungs- und Denkfunktionen genau abstimmen. Dazu gehören etwa grundlegende visuelle Fähigkeiten, die phonologische Wahrnehmung, Langzeit- und Arbeitsgedächtnis und vieles mehr. Daran liegt es, dass wir viele Jahre trainieren müssen, bis wir Wörter, Sätze und ganze Bücher flüssig lesen können. Das hat einen Einfluss auf unser Gehirn, da sich Struktur und Funktion verändern: Die grauen Zellen werden umgeformt und Areale der Großhirnrinde sowie andere Hirnstrukturen verändern sich. Wer mehr liest, kann Informationen besser gewichten und verdient im Durchschnitt mehr Geld als Wenigleser.

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Gedächtnistraining, Stressabbau und Bildung

Doch noch viel mehr hat die Wissenschaft inzwischen herausgefunden. So halten Bücher – wenn sie denn gelesen werden – das Gehirn jung und leistungsfähig. Sie sorgen dafür, dass die geistige Stimulation nicht abflaut und können damit sogar das Auftreten und den Verlauf von Alzheimer und Demenz positiv beeinflussen. Auch zur Reduzierung von Stress ist Lesen optimal geeignet. Es bietet die Gelegenheit, loszulassen und abzuschalten. In andere Welten einzutauchen, den Alltag vergessen und dabei tiefe Entspannung fühlen ist nicht nur erholsam, sondern auch gesund. Um bis zu 68 Prozent lässt sich der aktuelle Stresspegel durch das Lesen senken, hat eine Studie der University of Sussex herausgefunden. Dass es um die Allgemeinbildung von Lesern eventuell besser bestellt ist als um die von Nichtlesern, verwundert nicht weiter. Jedes Mal, wenn wir einen Roman, einen Krimi, ein Sachbuch oder eine Enzyklopädie zuklappen, wissen wir mehr als zu vor. Das gilt vor allem für die Wörter, die wir verwenden. Bei Kindern, die gerade erste Leseversuche unternehmen, ist das besonders auffällig: Je häufiger sie ein Buch in die Hand nehmen, umso größer ist ihr Wortschatz. Sprachwissenschaftler gehen davon aus, dass wir jedes neue Wort mindestens sieben Mal lesen oder hören müssen, bevor wir es in unseren aktiven Wortschatz übernehmen können.

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Die Liebe zum Lesen und zu Büchern beginnt jedoch nicht nur mit dem aktiven Lesen der Kinder sondern auch mit einem stetigen Vorlesen im frühen Kindesalter. In der Schule lernen Kinder dann selber zu lesen und Bücher bekommen dadurch noch eine ganz neue Bedeutung. Der Schulstart rückt immer näher und für unsere Kinder beginnt damit ein neuer und so aufregender Lebensabschnitt. Um in diesen neuen Lebensabschnitt so gut wie möglich zu starten haben wir für Sie exklusive Stundenpläne zum Herunterladen zusammengestellt.

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Hier kommen Sie zum Download für folgende Stundenpläne:

Wassertiere

Waldtiere

Weltall

Meerjungfrauen

Fünf Bücher pro Jahr

Doch wieviele Menschen machen überhaupt Gebrauch von dieser wunderbaren und unkomplizierten Möglichkeit, Körper und Geist etwas Gutes zu tun? Von den Deutschen nehmen etwa 40 Prozent mindestens einmal in der Woche ein Buch in die Hand. Mehr als acht Millionen lesen 2022 täglich darin, fast 13 Millionen vertiefen sich mehrmals die Woche in einem Buch und sechs Millionen lesen laut einer Umfrage zur Häufigkeit des Lesens von Büchern immerhin einmal pro Woche. Fünf Bücher liest – rein statistisch natürlich – jeder und jede Einzelne von uns. 27 Millionen Deutsche zählen zu den Buchkäufern und zeigen hier immer noch eine klare Tendenz hin zum klassischen Buch mit Seiten zum Umblättern anstatt einem elektronischen. Fakt ist aber auch, dass 6,2 Millionen Menschen der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland nicht oder nur unzureichend lesen können. Davon sind – anders als im globalen Vergleich – mehr Männer als Frauen betroffen. Genau deshalb gibt es Aktionen wie den Lies-ein-Buch-Tag, um auch Sie dazu zu animieren, mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen und mit dem Lesen anzufangen.

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Gewohnheiten schaffen

 Wie oft sagen wir "Ich würde ja gerne mehr lesen, aber ich hab einfach keine Zeit dafür", dabei ist es so einfach ein gutes Buch in den Alltag zu integrieren. Dabei ist es hilfreich sich ein Ziel zu setzen, wie zum Beispiel ein Kapitel pro Tag zu lesen oder 20 Seiten pro Tag zu lesen, das kann ganz individuell gestaltet werden. Versuchen Sie sich jeden Tag um die gleiche Uhrzeit Zeit für das Lesen zu nehmen, sei es morgens eine halbe Stunde nach dem Aufstehen oder Abends vor dem Schlafengehen. Ein Zeitrahmen kann sich übrigens auch als Ziel gesetzt werden, wie zum Beispiel jeden Tag 30 Minuten lesen zu wollen. Legen Sie dabei gerne auch mal das Handy weg und nutzen Sie diese bildschirmfreie Zeit um ein wenig vo Alltag abzuschalten. Ein weiterer Tipp, um das Lesen wieder im Alltag zu integrieren ist, lesen Sie das, was Sie wollen! Sei es ein Roman, ein Krimi oder ein weiterbildendes Buch, lesen Sie das was Sie interessiert. Ein für Sie interessantes Buch wird wie im Flug vergehen.

  1. Sich Ziele setzen
  2. Sich aktiv Zeit nehmen
  3. Lesen Sie was Ihnen Spaß macht!

Mit diesen drei kleinen Tipps gelingt es auch Ihnen das Lesen zur Gewohnheit zu machen und Bücher wieder in den Alltag zu integrieren. Um Tipp 3 direkt befolgen zu können, finden Sie in unserem Inspirationen Shop vielerlei Bücher, bei welchem für Sie bestimmt das Passende dabei sein wird.

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