Die schönsten Geschenke sind unbezahlbar

Natürlich freuen sich Groß und Klein auf die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Es ist ja auch spannend, was sich wohl hinter dem bunten Papier verbirgt, und ob wohl alle Wünsche auf dem Brief ans Christkind oder den Weihnachtsmann berücksichtigt wurden. Wer mag es nicht, überrascht zu werden? Besonders für Kinder ist ein Heiliger Abend ohne Präsente nur schwer vorstellbar. Und er muss ja auch gar nicht das Ziel sein. Was aber sehr wohl an Weihnachten auch eine Rolle spielen darf, sind die Geschenke, die nicht mit Geld bezahlt werden können. Denn letzten Endes sind vermutlich sie es, an die sich alle noch sehr lange erinnern werden.

Zusammensitzen schafft Erinnerungen

Da ist zum Beispiel die gemeinsame Zeit. Während das ganze Jahr die Terminkalender zum Bersten gefüllt sind und Treffen schon Wochen im Voraus geplant werden müssen, fällt es vielen zwischen den Jahren leichter, einmal zur Ruhe zu kommen und sich wirklich Zeit zu nehmen, was zählt: Familie, Freunde und gute Bekannte. Menschen eben, die man mag und deren Gesellschaft einem guttut. Zusammen das Essen zubereiten, es am großen Tisch genießen und anschließend noch gemütlich zusammensitzen und das Jahr Revue passieren lassen: Diese Erlebnisse lassen sich nicht bezahlen. Wenn der Weihnachtsbaum zum zweiten Mal an einem Abend mit neuen Kerzen bestückt werden muss, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass die richtigen Menschen zusammensitzen und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genießen.

Helfen schafft Dankbarkeit

Mindestens genauso schön wie die gemeinsame Zeit ist das Geschenk der Hilfsbereitschaft. Obendrein ist es eines, das nicht nur im Dezember Konjunktur hat, sondern auch in allen elf anderen Monaten immer dankbare Abnehmer findet. Die besten Schenker sind dabei die, denen nicht erklärt werden muss, wo sie mit anpacken können. Einfach deshalb, weil sie die Arbeit und den Bedarf von allein erkennen. Die Nachbarin, die sich den Fuß gebrochen hat, freut sich, wenn jemand kommentarlos das Treppenfegen für sie übernimmt. Die Mutter mit dem Neugeborenen ist dankbar, wenn ihr jemand den Kinderwagen die Treppen hinunterträgt. Der ältere Herr, dem vor dem Supermarkt die Einkaufstasche gerissen ist, wird sein Glück kaum fassen können, wenn ihm jemand beim Einsammeln seiner Lebensmittel hilft. Wer keinen guten Blick dafür hat, wo er das Geschenk der Hilfsbereitschaft anbringen kann, der darf auch nachfragen. Dabei lautet die richtige Frage aber nicht „Kann ich dir helfen?“, sondern „Wie kann ich dir helfen?“.

Lob schafft Selbstbewusstsein

Ein weiteres Geschenk, über das sich jeder, wirklich jeder, freut, ist ein ernstgemeintes Lob. Dabei muss es nicht zwangsläufig ein „Das hast du gut gemacht!“ sein. „Was würde ich nur ohne dich machen?“ oder „Ich bin so froh, dass es dich gibt!“ sind nur zwei von tausenden anderen Varianten, ein Lob zum Ausdruck zu bringen. Wichtig ist lediglich, dass es glaubhaft und aufrichtig ist. Denn seit in Elternforen und Business-Ratgebern darüber diskutiert wird, wie zum Beispiel Kinder oder Angestellte richtig gelobt werden, so dass sie keine negativen Langzeitfolgen davontragen, haben einige Eltern oder Vorgesetzte ganz damit aufgehört, zu loben, aus Angst, etwas falsch zu machen. Schade. Denn Lob ist Wertschätzung, Anerkennung, ein „Ich sehe dich“ und ein „Du bist mir wichtig“. Anstatt wochenlang über das perfekte Lob nachzudenken und dieses dann im richtigen Moment doch nicht anzubringen, darf gern gelobt werden. Auch und erst recht rund um Weihnachten, wo ein Jahr zu Ende geht und ein Resümee sich anbietet.

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  • Worte zur Weihnachtszeit

    Dieser Text regt sehr zum Nachdenken an. Vieles davon ist in unserer Zeit leider verloren gegangen.
    Danke dafür.