Endlich wieder abtauchen!

Der 14. Juni gilt als „Internationaler Badetag“

Wir verdanken ihn Archimedes und seiner genialen Entdeckung Braucht es tatsächlich einen Tag, der uns daran erinnert, baden zu gehen? Da mag man als Baden-Württemberger, der es nicht weit bis an den Bodensee oder andere herrliche Badeseen hat, stutzen. Tatsächlich aber geht der Tag – so will es jedenfalls die Legende – zurück auf den griechischen Mathematiker, Physiker und Ingenieur Archimedes von Syrakus, der 250 Jahre vor Christi Geburt lebte.

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Bei einem entspannten Bad in der Badewanne – umgerechnet an einem 14. Juni – soll er in der Hafenstadt Syrakus im heutigen Sizilien das Prinzip des Auftriebs entdeckt haben.

Spannende Experiment in der Badewanne

Im Grunde entdeckte Archimedes nämlich den Grund dafür, warum eine zu volle Wanne schnell überläuft oder Wasser aus ihr schwappt, wenn wir uns hineinsetzen. Oder, physikalisch korrekt ausgedrückt: Er bewies, dass die Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium – in diesem Fall im Wasser – genauso groß ist wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums. Archimedes kam – so will es die Überlieferung – nicht zufällig darauf, sondern hatte einen klaren Auftrag: Er sollte für König Hieron II herausfinden, wie sich die Echtheit seiner angeblich goldenen Krone herausfinden ließ, ohne diese zu beschädigen. Der Wissenschaftler legte also das kostbare Stück in ein mit Wasser gefülltes Gefäß und fing das überschwappende Wasser auf. Dann nahm er einen Goldklumpen mit demselben Volumen und verglich das von ihm verdrängte Wasser mit dem der Krone. Für den Goldschmied ging das Ganze nicht gut aus, denn Archimedes konnte so beweisen, dass er bei der Herstellung der Krone betrogen hatte.

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Positive Effekte von warmem und kaltem Wasser

Ganz unabhängig davon, ob sich die Sache tatsächlich so oder ganz anders zugetragen hat, ist der Internationale Badetag auf jeden Fall ein guter Grund, um abzutauchen.

Ob draußen in einem kühlen See oder drinnen in der warmen Badewanne ist dabei unerheblich. Beide Varianten bringen gesundheitliche Vorteile, die nicht zu unterschätzen sind. Das Schwimmen im kalten Wasser – und davon kann man Mitte Juni durchaus noch sprechen – regt unter anderem den Stoffwechsel an, wirkt schmerzlindernd und steigert die Fitness. Ein heißes Bad hingegen trägt zur Entspannung von Körper und Psyche bei, regt die Organe an, weil sich das Blut anders verteilt, und stärkt das Immunsystem, weil durch den Anstieg der Körpertemperatur ein künstliches Fieber erzeugt wird.

Entspannung, Geborgenheit und Optimismus

Wissenschaftler haben natürlich längst dazu geforscht, warum das Baden eine so große Wirkung nicht nur auf unseren Körper, sondern auch auf unsere Psyche hat. Demnach entspannt Baden uns Menschen nicht nur, sondern gibt uns auch ein Gefühl der Geborgenheit – vermutlich, weil es uns an unserer Zeit im Mutterleib erinnert. Außerdem haben Studien gezeigt, dass das Waschen in der Wanne sehr effektiv Zweifel beseitigt, optimistischer macht, das Gefühl von Einsamkeit vertreibt. Es lohnt sich also, regelmäßig baden zu gehen – ganz egal, ob gerade der 14. Juni ist oder nicht.

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