So gelingen entspannte Weihnachten

War Weihnachten früher nicht schöner? Entspannter? Magischer? Diese Fragen stellen sich viele Erwachsene, wenn sie an die Feste ihrer Kindheit denken. Hinzu kommen die Klischees, mit denen die Werbung in der Online- und Offlinewelt spätestens Anfang November angefangen hat, uns zu bombardieren: Da herrscht Friede, Freude und Eierkuchen allerorten. Adrett gekleidete Kinder in Rot und Grün freuen sich über kleine Geschenke und verlangen keine großen. Die Eltern prosten sich über ihre Köpfe hinweg glückselig zu. Und die Großeltern kommen mit einer fertig gebratenen Gans zu Besuch und bringen auch gleich noch die passenden Getränke mit. Hach, ja, sehr schön. Im Vergleich zur Realität der meisten Familien aber eben leider eine Utopie. Das also ist die erste Regel, die zur Entspannung beiträgt: Der Abschied von Klischees. Jede Familie feiert anders, jeder Familie ist etwas anderes wichtig. Weihnachten ist immer individuell und muss nur einer einzigen Zielgruppe gefallen: der eigenen Familie. Sonst niemandem. Ob mit Currywurst oder gebratener Gans, echten oder elektrischen Kerzen, vielen oder wenigen Geschenken: Jede Familie macht ihre Regeln selbst.

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Auch das erste Weihnachten war nicht perfekt

Und da sind wir auch schon bei Regel #2: Perfektionismus hat in der Weihnachtszeit keinen Platz. Das lebte die heilige Familie doch schon vor. Oder ist es etwa perfekt, ein Neugeborenes in eine Futterkrippe zu legen? Natürlich nicht. Und so, wie das Weihnachten von Maria und Josef nicht perfekt war, so muss auch 2022 Jahre später kein heiliges Fest perfekt sein. Natürlich darf es schön sein. Aber perfekt muss es nicht sein. Wer sich weiterhin am Perfektionismus festklammert, der darf sich Regel #3 vornehmen: „Nein“ sagen! „Nein, wir bringen am letzten Schultag keine selbstgebackenen Plätzchen mit“, „Nein, ich besorge nicht den obligatorischen Blumenstrauß für Großtante Erika“ und „Nein, eure Kinder können nicht am 23. Dezember noch zu Besuch kommen und uns die Wohnung verwüsten“ sind drei von vielen vergleichbaren Sätzen, die viel Ruhe und Entspannung bringen können. Es spricht übrigens nichts dagegen, Alternativvorschläge zu machen: Die Plätzchen dürfen gekauft sein. Den Blumenstrauß kann jemand anders besorgen. Die Kinder können sich auf dem Spielplatz treffen. Es geht nicht darum, nicht hilfsbereit zu sein. Es geht darum, sich mal kurz zu fragen: „Will ich das wirklich?“.

Gut geplant ist halb gefeiert

Eine weitere wichtige Regel für ein entspanntes Fest ist die Vorbereitung. Geschenke dürfen durchaus schon am 20. Dezember fix und fertig eingepackt sein. Das muss nicht zwangsläufig am 24. Dezember kurz vor dem Kirchengang passieren. Das Weihnachtsessen darf so gestaltet sein, dass es am Tag der Tage nur noch aufgewärmt werden muss und wenig Aufmerksamkeit braucht. Zur Vorbereitung gehören auch klare Absprachen mit allen Beteiligten: Erst das Essen, dann die Kirche? Oder umgekehrt? Erst das Singen, dann die Geschenke? Oder umgekehrt? Pläne für Feiertage mögen unattraktiv klingen. Aber wenn jeder weiß, wann was dran ist, kann sich jeder entspannen.

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Beide Augen zuzudrücken bringt Entspannung

Wichtigster Tipp am Ende: Es einfach mal gut sein lassen! Das betrifft die Deko und das Feilen am optimalen Baum. Das betrifft das Essen und die Geschenke. Das betrifft aber auch den Umgang miteinander. Vielleicht ist der 24. Dezember nicht der geeignete Tag, um den Kindern endlich das Essen mit Messer und Gabel beizubringen, wenn sie es bislang noch nicht beherrschen. Und auch Gespräche, die mit „Immer machst du …“ oder „Nie kümmerst du dich um …“ anfangen, sind an diesem einen Tag im Jahr fehl am Platz. Egal, ob sie an den Partner oder die Schwiegermutter gerichtet wären. An Weihnachten darf auch einfach mal Idylle sein. So, wie es die Werbung uns die vergangenen Wochen vorgegaukelt hat.

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  • Recht so

    Entspannung und Familie zugleich, das ist sehr gut

  • Ist bekannt, aber ...

    Ist bekannt, aber selbst mit 65 Lebensjahren und einiger Weihnachtserfahrung muss ich mich an diese Tipps bewusst erinnern. Ich wünsche Ihnen allen von Herzen, dass es gelingt. Frohe Weihnachten!

  • Weihnachten, Entspannung

    jeder darf nach eigener Fasson glücklich werden

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